Abzug für Krankenkassenprämien soll steigen

Der Abzug für die Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und der Unfallversicherung soll bei der direkten Bundessteuer um ca. 70% erhöht werden. Der Bundesrat hat dazu an seiner Sitzung vom 11. Juni 2021 die Vernehmlassung eröffnet.

 Der Bundesrat schlägt an seiner Sitzung vom 11. Juni 2021 vor, den Abzug für die Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und der Unfallversicherung bei der direkten Bundessteuer zu erhöhen.

Ehepaare sollen neu bis zu 6'000 Franken (bisher 3'500 CHF) abziehen können. Für alle anderen Personen soll der Betrag von 1'700 Franken auf 3'000 Franken steigen. Pro Kind oder unterstützungspflichtige Person soll die Abzugslimite auf 1'200 Franken (bisher 700 CHF) erhöht werden.

Gleichzeitig schlägt der Bundesrat vor, dass Prämien für die überobligatorische Krankenpflegeversicherung und Lebensversicherungen sowie die Zinsen auf Sparkapitalien künftig nicht mehr zum Abzug berechtigen. Diese können schon heute kaum in Abzug gebracht werden, da der abzugsfähige Maximalbetrag im Regelfall bereits durch die obligatorischen Krankenversicherungsprämien erreicht wird. Ausserdem soll der erhöhte Abzug für Personen, die nicht erwerbstätig sind, gestrichen werden, da diese keine höheren obligatorischen Krankenkassenprämien bezahlen als die erwerbstätigen Personen. Die Betroffenen können mit der vorgeschlagenen Änderung trotzdem höhere Abzüge geltend machen als bisher.

Die Neuregelung soll auch für die kantonalen Steuern gelten, wobei die Kantone die Abzugshöhe wie bis anhin selber festsetzen können.

Die Massnahmen führen bei der direkten Bundessteuer zu geschätzten Mindereinnahmen von rund 290 Millionen Franken pro Jahr. Davon entfallen rund 230 Millionen Franken auf den Bund und rund 60 Millionen Franken auf die Kantone. Zu beachten ist dabei, dass aufgrund der Covid-19-Pandemie die Schätzung der finanziellen Auswirkungen besonders unsicher ist. Den Kantonen erwachsen einmalige Anpassungskosten zur Umsetzung des neuen Rechts.

Der Eigenmietwert soll abgeschafft werden!

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates (WAK-S) hat ihren Entwurf für ein Bundesgesetz über den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung (17.400) beraten und in der Gesamtabstimmung mit 9 zu 2 Stimmen bei 1 Enthaltung verabschiedet. Dies teilte die Kommission am 28.5.2021 mit.

Die WAK-S beantragt ihrem Rat, die Besteuerung des Eigenmietwerts für selbstbewohntes Wohneigentum am Wohnsitz auf Bundes- wie auf Kantonsebene aufzuheben. Gleichzeitig sollen bei diesen Liegenschaften die Abzüge für die Gewinnungskosten (Unterhaltskosten, Kosten für die Instandstellung von neu erworbenen Liegenschaften, Versicherungsprämien, Kosten der Verwaltung durch Dritte) sowie die Abzüge für Energiesparen, Umweltschutz und Rückbau auf Bundesebene aufgehoben werden, während die Kantone solche Abzüge weiterhin zulassen können sollen. Abzüge für denkmalpflegerische Arbeiten sollen gemäss Antrag der Kommission sowohl auf Bundes- als auch auf Kantonsebene weiterhin möglich bleiben, ausserdem sieht die Kommission neu einen befristeten Ersterwerberabzug vor. Selbstgenutzte Zweitliegenschaften hingegen sollen sowohl auf Bundes- als auch auf Kantonsebene steuerbar bleiben, ebenso die Erträge aus vermieteten oder verpachteten Liegenschaften. Angesichts der hohen Privatverschuldung, die in erster Linie auf Hypothekarschulden zurückzuführen ist, ist die Reduktion der Verschuldungsanreize der Kommission ein zentrales Anliegen. Sie will hier den Hebel ansetzen und in Zukunft keinerlei Schuldzinsenabzüge mehr zulassen. Sie hat sich deshalb mit 7 zu 4 Stimmen für Variante 5 ihres Vernehmlassungsvorentwurfspdf ausgesprochen. Eine Minderheit beantragt eine Beschränkung der Schuldzinsenabzüge auf 70 Prozent der steuerbaren Vermögenserträge. Der Entwurf der Kommission geht nun an den Bundesrat zur Stellungnahme. Er wird voraussichtlich in der Herbstsession vom Ständerat behandelt.

 

Fazit:

Wer grössere Investitionen ins Eigenheim plant, sollte diese frühzeitig in Angriff nehmen...

Kassabuch

Anforderungen an ein Kassabuch

Unternehmen mit Bargeldverkehr sind zur Führung eines Kassabuches verpflichtet. Doch was ist ein Kassabuch überhaupt? Insbesondere für Betriebe mit bargeldintensivem Verkehr ist das Kassabuch wesentlicher Bestandteil der Buchführung und Voraussetzung für eine ordnungsgemäss geführte Buchhaltung. An ein ordnungsgemäss geführtes Kassabuch sind hohe Anforderungen gestellt.

Steuersenkung

Steuersenkung im Kanton Zürich per 1.1.2022 auf Kapitalleistungen!

Im Interkantonalen Vergleich hat der Kanton Zürich Kapitalbezüge bisher eher hoch besteuert. Um dem entgegen zu wirken, hat der Regierungsrat des Kantons Zürich hat beschlossen, Kapitalleistungen aus Vorsorge ab 2022 tiefer zu besteuern und reduziert den Rentenumwandlungssatz von 10% auf 5%. Die tiefere Besteuerung führt bei mittleren bis höheren Kapitalbezügen zur grössten Steuerreduktion.

Für die Ermittlung des Steuersatzes, zu welchem Kapitalleistungen besteuert werden, wendet der Kanton Zürich einen Rentenumwandlungssatz an. So wird die Kapitalleistung zu dem Steuersatz besteuert, der angewendet würde, würde nicht eine einmalige Kapitalleistung, sondern eine wiederkehrende Rente bezogen. Bisher wurden Kapitalleistungen mit einem Umwandlungssatz von 10% (Rente über 10 Jahre) besteuert. Ab 2022 wird der Umwandlungssatz halbiert. Neu werden Kapitalleistungen mit einem Umwandlungssatz von 5% besteuert, was einer Rente von 20 Jahren entspricht. 

Am Mindestsatz von 2% für die einfache Staatssteuer hält der Regierungsrat jedoch nach wie vor fest. Damit erfahren tiefe Kapitalbezüge keine Steuersenkung. Die grösste prozentuale Steuersenkung wird bei Kapitalbezüge im Bereich zwischen CHF 500'000 und CHF 1'500'000 erzielt. Je nach Konstellation beträgt die Steuerreduktion bis zu 40%. Eine verheiratete Person ohne Kirchensteuer muss für eine Kapitalleistung von CHF 750'000 ab 1.1.2022 nur noch ca. 6.73% versteuern. Zuvor waren es noch ca. 11.17%, was einer Reduktion von ca. 40% entspricht.

Kapitalbezug Verheiratet Alleinstehend
  neu bisher neu bisher
CHF 50'000 4.47% 4.47% 4.56% 4.56%
CHF 100'000 4.77% 4.77% 4.95% 4.96%
CHF 250'000 5.90% 5.90% 5.99% 6.90%
CHF 500'000 6.44% 8.28% 7.42% 11.27%
CHF 750'000 6.73% 11.17% 9.74% 14.11%
CHF 1'000'000 8.52% 13.00% 11.44% 16.09%
CHF 1'500'000 11.23% 15.67% 14.11% 18.89%
CHF 2'000'000 13.00% 17.59% 16.09% 20.89%
CHF 4'000'000 17.59% 22.74% 20.89% 25.53%

Beispiel: Steuersatz für Stadt Zürich ohne Kirchensteuer, Quelle: Steuerrechner Kanton Zürich

 

Fazit

Wenn Sie 2021 einen grösseren Kapitalbezug im Kanton Zürich geplant haben, wäre es allenfalls prüfenswert, den Kapitalbezug ins 2022 aufzuschieben. So können bis zu 40% Steuern gespart werden.

Seit 1.1.2015 ist das neue Rechnungslegungsrecht in Kraft getreten. Da bereits zahlreiche Vergleiche zwischen altem und neuem Recht von namhaften Treuhand und Revisionsunternehmen publiziert wurden, verzichten wir auf eine ausführliche Gegenüberstellung und verweisen auf entsprechende Publikationen. Dagegen werden wir immer wieder gefragt: Muss ich meine Buchhaltung und insbesondere den Kontoplan umstellen?

Der automatische Informationsaustausch (AIA) regelt den Datenaustausch zwischen den Steuerbehörden. Dieser verpflichtet Schweizer Finanzinstitute Informationen zu Kontoinhabern und Konten an die Eidg. Steuerverwaltung weiterzuleiten, welche die Daten dann an die ausländischen Steuerverwaltungen weiterleiten. Im Gegenzug erhalten Schweizer Steuerbehörden Informationen von in der Schweiz steuerpflichtigen Personen zu deren ausländischen Konten.

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